Die Städte in den Felsen - Göreme, Nevsehir und Avanos

Von Ortschaft zu Ortschaft

Es ist schwer die im wahrsten Sinne des Wortes unzähligen Attraktionen, die sie in Kappadokien erwarten, in ein paar Zeilen zusammenzufassen. Angefangen bei den verschiedenen Städten über Kirchen, Klöster und Moscheen bis hin zu den zahlreichen unterirdischen Städten.
Einer der bekanntesten Orte der Region ist Nevsehir, das in der Antika Nyssa hieß. Jährlich lockt es ca. 1,2 Millionen Besucher an, die zumeist wegen der Kirchen und Klöster anreisen, die sich in den Höhlen befinden.
Ebenfalls tiefe historische Wurzeln hat das Städtchen Avanos. Schon bei den Hethitern war es für seine Töpferkunst bekannt. Der typische rote Lehm und Schlamm, der  vom Kizilirmak (roter Fluss) angespült wird, geben den Tongefäßen ihre charakteristische Farbe. Die ersten Höhlen, die die Region auszeichnen, findet man dann in Ortahisar. Die in die Abhänge geschlagenen Felsbehausungen dienen noch heute aufgrund ihrer Kühle als „Lagerhallen“ für das Obst und Gemüse aus den umliegenden Plantagen. Auch kirchengeschichtlich ist in Ortahisar einiges zu sehen: In den Tälern stehen das Hallac-Kloster und die  Kirchen Sarica, Cambazli, Tavsanli und Balkan Deresi.

Göreme: Ein einziges Museum

Wirklich kulturell „anstrengend“ wird es dann in Göreme. Die Stadt ist von einem historischen Geist durchzogen, der in den vielen noch wunderbar erhaltenen Kirchen und Gebäude tatsächlich greifbar wird. Angefangen bei dem Freilichtmuseum, das aus unterschiedlichen Felsenkapellen und -kirchen besteht. Diese sind alle mit Fresken verziert und haben zum Teil auch Gräber in ihrem Inneren. Erbaut wurden sie von den Byzantinern zumeist im 13. und 15. Jahrhundert. Besonders schön ist auch die Tokali Kilesi, deren Wände mit Szenen aus dem Neuen Testament bemalt wurden. Gleich links neben dem Freilichtmuseum befindet sich ein Gebäude, das als Nonnen- und Mönchskloster bekannt ist und sich über 6 bzw. 7 Etagen erstreckt. Die St. Basileios-Kapelle befindet sich ebenfalls in nächster Nähe und zeigt an ihren Wänden neben einem Marien- und einem Jesusbild weitere Heiligendarstellungen.
Natürlich ist damit noch längst nicht ausgeschöpft, was man in Göreme alles bestaunen kann. So sollten die Elmali-Kirche, die St. Barbara-Kapelle und die Yilanli-Kirche wenigstens namentlich erwähnt sein – stellvertretend für die weiteren Kirchen und Kapellen.
 


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