Kalkan - Ursprüngliche Lebensart entdecken

Fischerdörfchen für Individualisten

Wer diesen Sommer nicht in sein übliches Hotel Usedom oder in die Hotelburg nach Mallorca fahren möchte, der erlebt eine günstigen und vor allem individuelle Urlaub abseits der türkischen Touristenzentren in Kalkan. Unabhängig davon, dass der kleine Ort Kalkan auch vom Tourismus entdeckt wurde, kann man hier noch in Ruhe seinen Urlaub genießen. Nicht, dass das hieße es gäbe nicht genügend Hotels - ganz im Gegenteil. Doch wurde in dem historischen Städtchen penibel darauf geachtet, die neuen Bauten in einer Weise zu errichten, die sich harmonisch in das bestehende Stadtbild einfügt. Zwischen kleinen engen Gassen und steilen kopfsteingepflasterten Wegen, die zum Hafen führen, kann man hier noch typisch türkische Lebensart erleben. Dazu gehören auch Handwerkskunst, Lederwaren und Schmuck, die man auf dem Markt kaufen kann. Natürlich kann man auch abends ausgehen, frische Meeresspezialitäten genießen und in einer der kleinen Tavernen bei einem guten Glas Wein über das Leben philosophieren, doch den Trubel und das laute Leben der Touristenhochburgen sucht man hier vergebens. Vor allem, wenn man sich für seinen Urlaub ein kleines, gemütliches Ferienhaus in dieser ruhigen Region genommen hat.

Auf Zeitreise in naturgeschützter Umgebung

Was Kalkan aber mit den anderen Städten der Lykischen Küste teilt, ist das kulturelle Erbe der Griechen und Römer. Etwa 30 km vom Städtchen entfernt liegt die ehemals wichtige lykische Hafenstadt Patara. Schon 333 vor Christus wurde sie anlässlich ihrer Eroberung durch Alexander den Großen erstmals erwähnt. Heute kann man noch das Hadrianstor mit seinen drei Bögen und das, leider fast vom Sand verschluckte, Theater bestaunen. Die oberste Reihe ist jedoch noch sichtbar und von dort aus hat man einen sagenhaften Blick über die Bucht, die übrigens unter Naturschutz steht. Daher dürfen hier keine Hotels gebaut werden und ein Urlaub mit wirklicher Ruhe und totaler Erholung an einem 12 km langen und bis zu 400m breiten Sandstrand ist damit garantiert.
Auch einen unvergesslichen Ausflug bei einem Familienurlaub in der Türkei versprechen die Städtchen Myra und Kekova. Myra ist natürlich vor allem als Geburtsort des heiligen Sankt Nikolaus berühmt. Zwar lagen auch seine Gebeine einst in der Basilika begraben, doch muss man diese, nach dem Raub durch italienische Kaufleute, nun in Bari besichtigen. Dennoch ist die aus dem 6. Jahrhundert stammende Kirche sowie das Theater und die Felsengräber immer noch mehr als sehenswert.
Nicht ganz so nah dran wird man an der versunkenen Stadt Kekova sein, die man nur mit einer Bootstour erreichen kann. Durch den gläsernen Boden kann man aber noch viele der Gebäude sehen, die einst durch ein Erdbeben im Wasser versunken sind.


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