Die archäologische Stätte von Troja

Ein hölzernes Pferd wird in die Stadt gebracht, bald darauf ist sie nur noch eine brennende Ruine – mit dieser List des Odysseus beginnt der Mythos, der Troja für Jahrhunderte ins Reich der Sagen verbannte. Wie Odysseus und seine Irrfahrt, wie das sagenhafte Atlantis und die griechische Götterwelt – so hielt man die antike Stadt Troja lange für einen Mythos, den sich der Dichter Homer ausdachte. Der unerfahrene Forscher Heinrich Schlieman, der eher Abenteurer denn Archäologe war, fand jedoch im Jahr 1868 die Ruinen Trojas - einfach in dem er Homers Ilias wörtlich nahm. So begann eine der größten Entdeckungen der Archäologie und ein wahrer Troja-Boom setzte ein. Unter dem Hügel von Hisarlik, an den Dardanellen, liegen die Ruinen des sagenhaften Trojas. Insgesamt 10 Siedlungsschichten wurden bis heute freigelegt, die eine durchgehende Besiedelung von 3000 v. Chr. bis in die Spätantike belegen.

Zwischen Sage und Sensation – der Mythos Troja

Dank seiner strategisch günstigen Lage am schwarzen Meer, war Troja in der Antike eine bedeutende Festungsstadt und entsprechend hart umkämpft. Vergeblich versuchten die Griechen die Stadt einzunehmen, laut der Sage gelang es ihnen erst mit dem gerissensten Trick der Geschichte. Doch ob dieser Mythos der Wahrheit entspricht, darf getrost bezweifelt werden, noch heute fällt es teils schwer, bei Troja Mythos und Wahrheit auseinander zu halten. Zahlreiche Ausgrabungen finden auch heute noch auf dem riesigen Grabungsareal statt – erst kürzlich wurden zahlreiche Tonkrüge aus der Bronzezeit gefunden.
Das gesamte Ausgrabungsfeld Trojas ist 1998 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt worden – wer sich auf die Spurensuche begeben möchte, dem sei als Urlaubslektüre Homers Ilias nahegelegt. Ob auf einer Rundreise oder im Zuge eines Urlaubs an der Ägäis – ein Ausflug nach Troja ist ein Muss.

© Foto by Adam Carrs Mother/wikipedia


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